Bizarre Kunstwerke

Roger Hiorns – Staub

Der extravagante Künsterl Roger Hiorns ist 1975 in Birmingham geboren und liebt es, seine Materialien für sich arbeiten zu lassen. Er hat sich nach dem Studium auf Skulpturen und Installationen spezialisiert und sein aktuellstes Werk reiht sich in seinen bizarren Stil ein. So stellt er eine große Ansammlung von Staub auf dem Boden aus – die graue Masse liegt auf dem gesamten Galerieboden verteilt. Ein paar Fußabdrücke reihen sich darum. Doch der Staub ist kein gewöhnlicher Staub, er stammt aus einem ehemaligen Passagierflugzeug. Kritiker loben die außergewöhnliche Ausstellung vor allem für die simple Darstellung, welche dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Simon Starling – Shedboatshed

Das Kunstwerk Simon Starlings steht für den Gedanken der mobilen Architektur. In dem Projekt wurde ein alter, selbstgefertigter Holzschuppen von einem Platz zum anderen transportiert. Im Verlauf des Projekts wurde die Hütte mit einem Boot transportiert. Dieses Boot stammt dabei aus dem Holzschuppen selbst, denn der Künstler verwandelte einen Teil des Kunstwerks kurzerhand in das nötige Transportmittel. Die restlichen Teile der Struktur wurden damit ans Ziel gebracht.

Joan Cornellà – Bizarre Bilder mit Dauergrinsen

Der spanische Künstler Joan Cornellà zeigt mit seinen Bildern stets ein groteskes Schauspiel. Ein Beispiel seiner Comics: Ein Mann steckt mit seinem Ärmel in einer Tür fest, dieser reißt daraufhin ab. Daraus entsteht eine blutspritzende Wunde. Im nächsten Panel tritt ein weiterer Mann auf, der auf dem Blut ausrutscht und hinfällt. Die beiden Männer lachen. Ein weiteres Bild: Ein Mann läuft nichtsahnend durch den Park. Daraufhin wird er von einem Mann in den Unterleib geschossen, der auf einer Baumkrone lauert. Anschließend tritt ein rosa Teddybär auf, der dem Angeschossenen einen Tampon anbietet. Wieder lachen beide. Was will Cornellà aussagen? Auf den ersten Blick wirken die Comics, die meistens in sechs Panelen daherkommen, verstörend und bizarr. Es gibt keine Sprechblasen, alle Figuren ähneln sich im Aussehen und haben eins gemeinsam: Ein irres Grinsen. Gibt man den Werken eine Chance, wissen sie mit schwarzem Humor und einer ordentlichen Prise Gesellschaftskritik zu überzeugen. Die Bilder Cornellàs bleiben im Gedächtnis.

Patricia Piccinini – Ethische Fragen mithilfe von Plastik

Piccinini weiß zu schockieren und faszinieren zugleich. Sie erstellt grotesk aussehende Skulpturen, die Hybriden aus Menschen und Tieren darstellen. Diese Skulpturen werfen ethische Fragen auf und sind mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, dass es den Betrachtern den Atem verschlägt. Die Werke wirken so echt und realistisch, denn die Künstlerin setzt vor allem auf eine authentische Darstellung. Durch die teils gruseligen Hybrid-Figuren möchte Piccinini die Zuschauer aufrütteln und zum Weiterdenken anregen: Wie sieht unsere Zukunft aus, wenn unser Planet weiterhin die stetige Ausbeutung durch den Menschen ertragen muss? Können unsere Kinder überhaupt in einer glücklichen Zukunft leben? Wie wirkt sich Genmanipulation aus? Die Mischung aus abstoßend und liebenswert bleibt definitiv bei seinen Betrachtern hängen und löst Denkprozesse aus. Unter anderem fertigte sie menschliche Babies mit Elefantenrüsseln oder eine säugende Hündin mit erschreckend menschlichen Zügen.