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Stilepochen der Kunst

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte und Bedeutung von Kunst und den verschiedenen Stilepochen in der Kunst. Näher beschrieben werden die Epochen von der Antike (beginnend 3000 v. Chr.) bis hin zum Pointilismus (beginnend 1890), der Fortsetzung des Impressionismus.

Antike

Sowohl Bildkunst als auch Malerei waren bereits in der Antike von großer Bedeutung. Grundsätzlich wurde zwischen drei Techniken unterschieden: Tempera (eiweißhaltiges Mittel zum Bunden wurde mit Farbpulver gemischt), Enkaustik (Wachs und Farben wurden gemischt) und Fresko (Malerei auf Putz). Mit diesen Techniken konnten Holz, Wände, Mauern oder Marmor bemalt werden. Dargestellt wurden Szenen aus dem Alltag wie auch Kunst mit mythischem Bezug. Ungefähr 300 v. Chr. traten Schattierungen sowie realitätsgetreuere Farbwiedergaben auf. Da sich Motive außerdem oft wiederholen, besteht die Vermutung, dass es Vorlagen gab. Besonders beliebt waren griechische Vorbilder und horizontale und vertikale Teilungen.

Gotik

In der gotischen Malerei spielte die Anordnung der Elemente eine Rolle, außerdem stand die naturalistische Abbildung im Vordergrund. Dargestelltes beinhaltet oft religiöse Aspekte und Inhalte, aber auch der gesellschaftliche Alltag war wichtig. In Frankreich fand sich eine Spezialisierung auf die Glasmalerei, während in Italien atemberaubende Fresken im Fokus standen. Zusätzlich gewann die Buchmalerei an Bedeutung. Im Zuge der internationalen Gotik fanden sich weiche, geschwungene und schöne Malereien.

Renaissance

Renaissance bedeutet Wiedergeburt und befasst sich mit der Wiedergeburt der antiken Kunst. Die Natur spielte eine wichtige Rolle, Menschen oder Gegenstände sollten ihrer Natur entsprechend abgebildet und dargestellt werden. In der Epoche der Renaissance entstanden außerdem Vorstellungen eines idealen Menschen, auch ,,idealschön” genannt. Die perfekten Proportionen und Maße waren von Bedeutung und wichtige Vertreter dieser Epoche sind beispielsweise Da Vinci und Boccaccio.

Barock

Barock entspricht dem italienischen ,,Barroco” und bedeutet seltsam oder schief. Überladene Werke sind charakteristisch für diese Epoche. Einige Hauptelemente sind die Vergänglichkeit und der Wandel sowie eine gewisse Scheinhaftigkeit. Oft wurden dramatische Szenen gezeigt. Gerade im Barock ist die Sinnlichkeit wichtig und der Augenblick und besondere Momente zählten. Berühmte Vertreter dieser Epoche sind Rembrandt oder Rubens.

Romantik

In der Romantik spielen in der Literatur wie auch der Malerei verschiedene Einflüsse eine Rolle. Es lässt sich festhalten, dass Maler Individualität und ein hohes Maß an Fantasie schätzten, es wurde außerdem eine emotionale Weltansicht dargestellt. Entsprechend bestand eine Tendenz zum Mystischen, die Aufklärung wurde eher abgelehnt. Der Mensch fungiert oft als stiller Beobachter und Landschaftsmalerei spielte eine große Rolle. Casper David Friedrich ist ein bekannter Maler dieser Epoche und stellte in seinen Werken oft eine Art Weltschmerz dar.

Realismus

Begriffe des Sehens und Anfassens traten im Realismus in den Vordergrund. Perspektiven waren wichtig und dargestellt wurden häufig Elemente der Natur, gleichermaßen aber auch die Arbeitswelt, Städte und Werke im Zuge der industriellen Revolution. Es fand sich zudem häufig Kritik an den Zuständen in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt. Hopper ist ein bekannter Maler dieser Epoche und es war ihm wichtig, dass seine Werke tiefgründig waren. Besonders das Thema der Einsamkeit spielte bei ihm eine tragende Rolle.

Impressionismus

Renoir, Monet, Bazille und Sisley kreierten einen neuen Stil, den Impressionismus. Die Maler begannen, in der Natur und unter freiem Himmel zu arbeiten und wollten helle Farben zelebrieren, statt ausschließlich in dunklen Tönen zu malen.Es wurde ungenau gemalt, der Fokus lag viel mehr darauf, den Augenblick auf individuelle Weise einzufangen, eine genaue Darstellung der Realität war dagegen weniger wichtig. Die Vertreter dieses Stils wurden oft als oberflächlich bezeichnet, heutzutage ist der Impressionismus aber wichtiger Teil der Kunstgeschichte.

Pointilismus

Diese Epoche ist die Fortsetzung des Impressionismus. Von Bedeutung waren beispielsweise Simultankontraste von nebeneinanderliegenden Farben. Es fanden sich häufig Farbtupfer, die, wie im Impressionismus, erst aus einiger Entfernung einen Sinn ergeben. Ein wichtiger Künstler dieser Epoche ist Seurat, eines seiner bekanntesten Werke ist ,,Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte” und spiegelt den Stil perfekt wider.